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Kirchen in Waischenfeld
Pfarrkirche St. JohannesNach dem Heiltumsverzeichnis von 1558 gilt Konrad von Schlüsselberg als Stifter der Waischenfelder Pfarrkirche. Im Hussitenkrieg 1430 soll die Kirche zusammen mit der ganzen Stadt zerstört worden sein. 1455 wird laut Aufzeichnung im Staatsarchiv Bamberg bereits eine neue Kirche bezeugt. 100 Jahre später ist die Kirche neu oder völlig umgebaut worden. Während des Markgrafenkrieges 1552-54 ist die Stadt am 7. Juli 1553 von Bayreuther Kriegsvolk völlig niedergebrannt worden. Der Nausea-Chor überstand die Verwüstungen.
Das Gotteshaus erfuhr bis heute mancherlei Veränderungen, einige seien nur genannt. So erneuerte man 1661 die Kanzel und 1771 den Hochaltar. Zwischen 1750 und 1756 bekam die Kirche eine neue Ausstattung. 1896 sind Teile der Inneneinrichtung (zum Beispiel der Altar) dem neugotischen Stil angepaßt worden. Bei einer Renovierung 1935 konnten in den Deckengewölben beider Chöre alte Freskengemälde aus der 2. Hälfte des 16. Ihs. freigelegt werden. Die Glocken sind 1949 installiert worden, die drei alten aus dem 14. bis 16. Jh. mußten 1942 abgeliefert werden.
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St. Anna-Kapelle
Die Anna-Kapelle, ein schlichter romanischer Bau, gebaut auf das
massive Gewölbe des Ossariums (hier befinden sich die Totengebeine des
aufgelassenen Friedhofes) soll schon Ende des 13. Jhs. als
Familiengruft der Burgherren errichtet worden sein. Erstmals erwähnt
wird die Kirche 1509. Innen an der Ostwand der Kapelle steht der Altar
(um 1660), mit barockem Knorpelwerk umrahmt er das Altarbild der hl.
Anna mit der Jungfrau Maria und dem Jesuskind auf dem Schoß.
Der Festtag der heiligen Anna ist der 26. Juli. Sie gilt als Helferin
in allen Nöten, besonders aber gegen Blitz, Donner und Hagel. Es ist
auch nachgewiesen, dass bis Anfang des 19. Jhs. die große Anna‑Glocke
bei Gewitter geläutet wurde, damit die Einwohner die Fürbitte der hl.
Anna erflehen.)
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Stadt-Kapelle St. Laurentius
Errichtet wurde sie als Dank dafür, dass Waischenfeld von der Pest
verschont wurde. 1482 wird sie erstmals erwähnt, im Dreißigjährigen
Krieg (1618 1648) soll sie total ruiniert dagestanden haben. Bis auf
den dreiseitig geschlossenen Chor (um 1641 erbaut) errichtete man die
Kapelle in jetziger Form von 1699 1701 unter Leitung von Pfarrer Kohler
mit Unterstützung des Bürgermeisters Michael Hofmann und tatkräftiger
Hilfe der Waischenfelder Bürger.
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| v.l.: Stadtkirche, Anna-Kapelle, Stadtkapelle |
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| Stadtpfarrkirche Johannes der Täufer |
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| St. Anna-Kapelle - Beinhaus (Ossarium) |
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| Stadtkappelle St. Laurentius |
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